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Velbert: Kunst segelt ins Nizzabad

Pressemeldung vom 6. Juli 2011, 15:30 Uhr

Ungefähr 70 Segel waren es, die am Ende im Nizzabad standen. Begleitet durch die Musik von Em Brass zog die Segelprozession vom Bürgerhaus bis zur Liegewiese des Nizzabades. Auf dem Weg wurde im stillen Park noch schnell der Blaumilchkanal eröffnet.
Norbert Bauer vom Langenberger Kunstverein eröffnete die Veranstaltung. „Die Stadt Velbert vergeudet unser Potential“ ließ er die Leute wissen. „Lasst uns nun den Verantwortlichen zeigen, was wir gemeinsam zuwege bringen!“

Gesagt getan: Die Segel von der Tuchfühl-Aktion des Kunstvereins wurden ausgeladen und von den ca. 400 Mitwirkenden zur ersten Zwischenstation getragen: Im Stillen Park wurde der Blaumilchkanal eröffnet. Ein 285.000 € teuer „renaturiertes“ (aber seit dem trockenes) Bachbett, wurde in einer gemeinschaftlichen Eimerkettenaktion mit Wasser gefüllt. „Von dem Geld hätte man das Nizzabad 5 Jahre lang weiterbetreiben können“ stellte der Initiator dazu fest.
Dann ging es weiter zum Nizzabad. Hier waren auf der unteren Liegewiese bereits Bänke und Tische aufgestellt. Die Mitwirkenden wurden nach dem langen Weg mit Kaffee und Kuchen versorgt und die Band Em Brass spielte „Smoke on the Water“.
Das Becken bekamen aber nur besonders vorwitzige Segler zu sehen: Der Weg dorthin war vorsorglich mit einem blickdichten Zaun verstellt worden. Wer darüber lugte, dem bot sich ein trauriger Anblick: Grünes Moderwasser da, wo man im Sommer gerne schwimmen würde.
DIE LINKE hofft, dass am kommenden Sonntag möglichst viele Bürger zur Wahl gehen, und für das Nizzabad stimmen, damit sich ein solcher Anblick im Sommer nicht wiederholt. Unser Nizzabad darf nicht verfallen – es muss attraktiv gemacht und besser beworben werden.
Fraktionsvorsitzender Harry Gohr: „Wer hautnah erlebt hat, wie sich die Menschen hier für ihr Bad einsetzen, der kann über Politiker, die es für ca. 50.000 € im Jahr schließen wollen,

während andernorts Millionenbeträge verbaut werden, nur den Kopf schütteln. Die Velberter Infrastruktur darf nicht kaputtgekürzt werden. Und das Nizzabad Langenberg gehört dazu.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE. Velbert

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