Energiewechsel

Willich: Auszeichnung durch japanischen Generalkonsul Kiyoshi Koinuma

Pressemeldung vom 14. Juli 2011, 09:10 Uhr

„Orden der Aufgehenden Sonne“ für Heyes
STADT WILLICH. In einer würdigen Zeremonie ist Bürgermeister Josef Heyes
„für seine großen Verdienste um die Verbesserung und Förderung der
deutsch-japanischen Beziehungen“ am Freitag von der japanischen Regierung
mit dem „Orden der Aufgehenden Sonne am Band, goldene Strahlen“ geehrt.
Heyes erhielt die Auszeichnung in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste –
unter anderem war auch der Bürgermeister aus Linselles, Jacques Remory,
eigens aus Willichs französischer Partnerstadt angereist – aus den Händen
des japanischen Generalkonsul Kiyoshi Koinuma in dessen Residenz in
Erkrath.

In der Begründung für die Auszeichnung hieß es unter anderem, dass Heyes
sich „seit langem Japan verbunden“ fühle: „Während dreier Japanreisen hat
er gezielt japanische Behörden sowie japanische Unternehmen besucht, die
eine Niederlassung in Willich haben, und weiter für den Wirtschaftsstandort
Willich geworben. Aufgrund seines großen Einsatzes hat sich die Zahl der
japanischen Firmen in Willich stetig erhöht und beträgt derzeit 25. Herr
Heyes engagiert sich für einen intensiven Meinungsaustausch und rege
Kontaktpflege, beispielsweise durch regelmäßige Firmenbesuche, Einladungen
zum Willicher Wirtschaftsfrühling, zu Unternehmerabenden und
Fachveranstaltungen.“ Ferner habe Heyes japanischen Studenten Praktika in
Willicher Firmen ermöglicht und „Homestay-Aufenthalte für Japaner in
Willicher Familien“ organisiert.

Zugleich setze sich Heyes seit 2000 in vielfältiger Weise dafür ein, das
gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und Japan zu vertiefen,
japanische Kultur vorzustellen und den japanischen Bürgern die deutsche
Kultur und Lebensweise näher zu bringen: „Hierzu zählen Treffen auf
Bürgerebene, verschiedene Veranstaltungen zur deutschen Kultur- und
Lebensweise und lokale Brauchtumsfeste“ – hier wurden unter anderem
Spargelstechen, das Schützen- und Heimatfest, aber auch „Veranstaltungen
mit Japanbezug“ aufgeführt.

„Dieses große und vielfältige Engagement trägt seit vielen Jahren zur
Entwicklung und Intensivierung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen
beiden Ländern bei und soll durch die Verleihung eines japanischen Ordens
adäquat gewürdigt werden“, so der Generalkonsul, der die Gäste begrüßte und
den Orden verlieh. In seiner Ansprache dankte er unter anderem Heyes und
dem ganzen Deutschen Volk auch für die Unterstützung und die Solidarität
nach den Katastrophen in Fukushima: „Ein Freund in der Not ist ein wahrer
Freund.“

Die eigentliche Laudatio hielt Yasuo Inadome, Geschäftsführer des
Japan-Club Willich und inzwischen zum Freund des Bürgermeisters geworden:
Er erinnerte in seiner persönlich gehaltenen Ansprache unter anderem an die
ersten Begegnungen mit dem Willicher Bürgermeister, der von Anfang an mit
großer Offenheit und Freundlichkeit auf ihn zugegangen wäre.

Heyes bedankte sich und betonte, als gewählter Bürgermeister der Stadt
Willich „lediglich seine Pflicht getan“ zu haben; er seinerseits habe die
„japanische Mentalität, den Fleiß, die Disziplin und die Zuverlässigkeit
der japanischen Landsleute“ schätzen gelernt: Das Bibelwort „ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen“ sei für ihn Grunddevise seiner
Hilfsbereitschaft. Unter Bezug auf ein Wort des Papstes Benedikt, der
anlässlich seines Diamantenen Priesterjubiläums allen Menschen gedankt
habe, die ihn „durch das Miteinander begleitet und geformt“, dankte er
ebenfalls vielen, die ihm geholfen, ihn geprägt hätten: Sein Dank galt
allen voran seiner Familie, er erinnerte aber auch an Ehrenbürgermeisterin
Käthe Franke, die ihm „in Dingen der Deutsch-japanischen Zusammenarbeit
viel Vorbild war und ist.“

In einem persönlichen Schreiben hat übrigens auch Dr. Takahiro Shinyo,
Japanischer Botschafter in Berlin, Heyes zu der Auszeichnung gratuliert.

Quelle: Stadt Willich

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis